Förderbereiche

Peakfein Studio

Fredi M. Murers Film «Wir Bergler in den Bergen sind eigentlich nicht schuld, dass wir da sind» aus dem Jahr 1974 gibt einen einzigartigen ethnologischen Einblick in drei Alpentäler des Kantons Uri. Bei den Recherchen zum Film waren damals 161 Magnetbänder mit Recherche-Interviews und weiterem Tonmaterial zusammengekommen. Die Firma Peakfein Studio hat dieses Material digitalisiert, dokumentiert, archiviert und öffentlich zugänglich gemacht. Zudem wurden zahlreiche Schwarzweiss-Negative mit Fotos, die im Film nicht vorkommen, digitalisiert.

Förderlaufzeit 2021
Förderbereich Kultur, Heimat
Fördersumme CHF 18'000
Kontakt www.daetwyler-stiftung.ch
Förderpartner www.peakfein.ch
Projektdossier Mehr Informationen finden Sie hier



Peakfein Studio als Förderpartner

Die kleine Manufaktur Peakfein Studio ist eine Dienstleisterin in der Film- und Grafikproduktion mit Schwerpunkt in der Digitalisierung und der Restaurierung von 16mm- und 35-mm-Filmen. Sophia Murer, die Tochter des Filmemachers Fredi M. Murer, führt das Studio seit 2004 in Zusammenarbeit mit Paul Avondet.

Herausforderungen und Ziele

Bei den rund 80 Stunden Interviews und Filmton-Aufnahmen auf den 46 Jahre alten Magnetbändern handelt es sich um historische Ton-Dokumente. Diese galt es zu retten, bevor die Digitalisierung aus technischen Gründen nicht mehr möglich ist. Zu den Ton-Aufnahmen existierten keine Ton-Protokolle. Einzig Fredi M. Murer wusste, welche Personen und Orte auf den Aufnahmen vorkommen.

Nutzen für den Kanton Uri

Die Digitalisierung des Recherche-Materials ist eine einzigartige Ergänzung zu Fredi M. Murers bekannten Film über Urner Bergbauern und deren Familien. Es handelt sich um eine wahre Fundgrube für Verwandte und Bekannte der damaligen Protagonisten, aber auch um wertvolle Zeitdokumente über die damalige Situation der Urner Berglandwirtschaft. Der Zugang ist durch die teilweise Online-Aufschaltung des Materials niederschwellig und kostenlos. 

Wirkung

Der Film «Wir Bergler in den Bergen sind eigentlich nicht schuld, dass wir da sind» geniesst nicht nur im Kanton Uri so etwas wie Kultstatus. Es werden einzelne Personen und Familien porträtiert, die über ihren Alltag, die Alpwirtschaft und über das Leben in abgelegenen Bergtälern berichten. Das nun auch digitalisierte Recherche-Material gibt Einblicke in eine Welt, die es hierzulande so fast nicht mehr gibt. Es ist auch vorgesehen, dass das Institut Kulturen der Alpen der Universität Luzern eine Lehrveranstaltung durchführt, bei der die Aufnahmen ausgewertet werden.